Verwahrung zwingend

Verwahrung zwingend

Ein zweifacher Vergewaltiger wird ohne Begleitschutz mit einer attraktiven jungen Frau zur Therapie geschickt. Anscheinend haben die Verantwortlichen nichts aus der Vergangenheit gelernt. Schon bei dem Fall des mehrfachen Kindermörders „Ferrari“ hat die Zusammenarbeit unter den Kantonen versagt. Einige der Kinder hätten nicht sterben müssen, wenn es eine Vernetzung der Polizeibehörden gegeben hätte. Ferrari wurde im einen Kanton verhaftet, verhört und wieder frei gelassen, weil Informationen aus dem Nachbarkanton fehlten. Obwohl er schon früher ein Kind im Baselbiet tötete und dafür 7 Jahre im Gefängnis sass, stand er nie unter entsprechender Kontrolle und wurde auch nicht therapiert. In ca. 2 Jahren hat er seine Strafe abgesessen. Was dann?

1998/99 hatten die Politiker eine weitere Gelegenheit, endlich die richtigen Weichen zu stellen. Die Urheberin der „Verwahrungs-Initiative“ – Anita Chaaban – hatte bei etlichen Parteien um Unterstützung angeklopft. Keine Partei – mit Ausnahme der „Freiheits-Partei/Auto-Partei“ – hatte den Mut, sich öffentlich hinter das Volksbegehren zu stellen.

Das Volk hat der Initiative mit über 75% zugestimmt. Doch statt den Volkswillen um zu setzen, wurde der Inhalt bis zum geht nicht mehr verwässert. Da die Initiative „nur“ die Verwahrung von „nichttherapierbaren Sexualtätern“ verlangte, brach in der Folge ein regelrechter Therapiewahn aus. Ich gehe mit Anita Chaaban einig, dass die Verantwortlichen solcher Fehlentscheide zur Verantwortung zu ziehen und wegen fahrlässiger Tötung zu bestrafen sind.

Die Unversehrtheit von Kindern und Frauen muss über dem „Wohlbefinden“ von gefährlichen Sexualverbrechern stehen. Opferschutz geht vor Täterschutz. Solche Schwerverbrecher haben ihr Leben in Freiheit für immer verwirkt und gehören im Sinne der Initiative ausnahmslos für immer weg gesperrt. Zukünftig sollen Sexualverbrecher wissen, dass eine Verurteilung die lebenslängliche Verwahrung zur Folge hat. Vielleicht können dadurch einige weitere Taten verhindert werden.

Christine Weiss, Watt
Kantonalpräsidentin Zürich

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