Velo + Natel + Stöckli = Anzeige

  • Bieler Stadtpräsident Hans Stöckli mit Natel auf dem Fahrrad
  • Bieler Stadtpräsident Hans Stöckli mit Natel auf dem Fahrrad
  • Bieler Stadtpräsident Hans Stöckli mit Natel auf dem Fahrrad

In der Sendung „Mise au point “ von Ende Februar sah ich den Bieler Stadtpräsidenten, wie er fröhlich radfahrend mit dem Mobiltelefon telefoniert.

Daraufhin beschloss ich, nach Rücksprache mit dem Vorstand, das rechtswidrige Verhalten Stöcklis nach den Regierungs- und Grossratswahlen bei der Polizei anzuzeigen. Die Anzeige gegen Stöckli kommunizierten wir mit einer kurzen Pressemitteilung .

Der mobile Teilnehmer ist momentan nicht erreichbar ...Wir von der auto-partei.ch setzen uns für die Anliegen der Verkehrsteilnehmer ein. Bei der Anzeige geht es keineswegs darum, die Velofahrer zu strafen, wir wollen nur Gleichheit für alle.

Dem Autofahrer werden immmer mehr Sicherheitsvorschriften aufgebürdet, Radfahrer aber meinen, sich mit den Stahleseln in einem rechtsfreien Raum zu befinden. Das Telefonieren auf dem Velo lenkt ab und bei einem Unfall Auto gegen Velo oder umgekehrt, trifft den Autofahrer immer mindestens eine Teilschuld.

Stöckli hat als Stadtpräsident eine Vorbildfunktion. Er entschuldigt sich nun mit der Ausrede, jährlich über 5“000 km mit dem Fahrrad zurückzulegen. Heisst das nun, dass ein Autofahrer mit einer jährlichen Fahrleistung von 20’000 km zirka 4x während der Fahrt ohne Freisprechanlage im Auto telefonieren darf?

Dutzende von Motorfahrzeuglenker beklagen sich per Mail ebenfalls über das teilweise rüppelhafte und rambomässige Verhalten einzelner Velofahrer im Stadtverkehr und verlangen, dass fehlbare Lenker auch gebüsst werden. Laut einer Statistik der Bfu gab es in den Jahren 2002 bis 2007 mindestens vier getötete oder schwer verletzte Velofahrer, die während des Fahrens telefoniert hatten.

Stöckli muss mit Strafe rechnen

Telefonieren auf dem Fahrrad ist strafbar. Die Höhe der Busse bestimmt der Richter. Fehlbare Autolenker werden für ein solches Vergehen mit einer Busse von 100 Franken bestraft.

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